700–900 Euro für eine Powerstation: Wann zwei DC-Ladepfade mehr zählen als Erweiterbarkeit
P210 oder P280: Wenn zwei Ladequellen den Unterschied machen
Im deutschen Preisfenster 700–900 € sind die AFERIY P210 und P280 zwei 2.048-Wh-Optionen: Im deutschen AFERIY-Shop standen die Basisgeräte am 29.09.2026 bei 759 € und 889 €. Die Frage „leichter oder erweiterbar?“ enthält jedoch eine falsche Gewichtsannahme: AFERIY nennt für beide rund 22 kg. Wenn später Solarpanel und geeignete Fahrzeug-Ladequelle gleichzeitig genutzt werden sollen, ist der zweite XT90-Eingang der P280 oft wichtiger als die theoretische 10-kWh-Option. Preis und Verfügbarkeit am Kauftag erneut prüfen.

Herstellerabbildung der P280; das Foto ist kein Test einer kombinierten PV-/Fahrzeugladung. Quelle: AFERIY P280.
Kurzantwort: Wer nur eine Ladequelle verwendet und keine Zusatzakkus plant, erhält mit der P210 eine feste 2-kWh-Station mit 2.400 W AC-Dauerleistung. Die P280 wird interessant, wenn zwei getrennte DC-Eingänge, bis zu 1.200 W spezifizierter PV-Eingang oder späterer Kapazitätsausbau tatsächlich gebraucht werden. Der Aufpreis von derzeit 130 € kauft keine nachweislich leichtere Station.
Nicht nur den Akku, sondern den Eingang vergleichen
| Herstellerangabe, Stand 29.09.2026 | P210 | P280 |
|---|---|---|
| Basisenergie | 2.048 Wh | 2.048 Wh |
| AC-Dauerleistung | 2.400 W | 2.800 W |
| MPPT-Eingang | 1 × XT90, max. 500 W | 2 × XT90, je max. 600 W |
| Solar + Fahrzeug gleichzeitig | laut Herstellervergleich nein | laut Herstellervergleich ja |
| Erweiterung | nicht vorgesehen | bis 10.240 Wh |
Die Werte stammen aus dem offiziellen P210/P280-Vergleich. Ein zweiter Anschluss erzeugt keine zusätzliche Sonnenenergie: Bei nur einem 200-W-Panel und ohne weitere geeignete Quelle bleibt er ungenutzt. Ebenso sind 600 W je Eingang eine elektrische Obergrenze, nicht der Ertrag eines typischen deutschen Tages.
Ein Sicherheitsfall, der die Modellfrage verändert
Der ADAC prüfte 2025 acht andere Powerstations und wertete bei zwei Modellen Risiken bei gleichzeitiger PV- und Kfz-Ladung ab. P210 und P280 gehörten nicht zu diesem Test. Daraus folgt weder eine Entwarnung noch ein Mangel für AFERIY. Die unabhängige Untersuchung zeigt aber, warum eine auf dem Datenblatt erlaubte Eingangskombination mit konkretem Kabel, Bordnetz, Sicherung und Anleitung geprüft werden muss. heise entnahm der P280 bei konstanter 2.000-W-AC-Last 1.760 Wh; das belegt einen realen AC-Lastfall, keinen Langzeittest der Kombination Auto plus PV.
Prüfregel: Notieren Sie für jeden Eingang Leerlaufspannung bei Kälte, Betriebsstrom und Steckerbelegung; prüfen Sie die Grenzen je XT90, nicht nur die Summe. Klären Sie, ob ein DC-DC-Lader nötig ist und wer dessen Installation verantwortet. Wenn diese Angaben fehlen, ist die sichere Entscheidung, zunächst nur eine Ladequelle zu nutzen und die zweite nicht als Kaufargument zu verbuchen.
Die allgemeine P210/P280-Kaufentscheidung behandelt die Frage fester gegen ausbaubarer Kapazität. Diese Seite besitzt ausschließlich den Zwei-Eingänge-Fall. Als nächster Schritt lohnt sich ein Foto der vorhandenen Panel-Typenschilder und eine Liste der tatsächlich geplanten Ladequellen – erst dann eine Basiseinheit kaufen.